Die Nektarine mit dem botanischen Namen Prunus persica var. nectarina unterscheidet sich vom eng verwandten Pfirsich durch ihre glatte Haut. Süß und saftig liegen die rotgelben Früchte verlockend das ganze Jahr über in den Supermarktregalen. Die empfindlichen Nektarinen mit dem aussagekräftigen Alternativnamen „Glattpfirsich“ kaufen Verbraucher bevorzugt reif mit unversehrter Schale. Große Mengen einzukaufen, empfiehlt sich ihnen nicht, denn die diese Fruchtart verdirbt schnell. Ist es deshalb angebracht, die Nektarinen im Kühlschrank zu lagern?
Darf ich Nektarinen im Kühlschrank lagern?
Die Früchte des Nektarinenbaumes kaufen Verbraucher vorzugsweise im reifen Zustand. Ob die Nektarinen diesen Reifegrad erreicht haben, erkennen diese an ihrer weichen Beschaffenheit. Harte Früchte, so rät es die Landwirtschaftskammer Niederösterreich, behalten ihren Platz im Supermarkt, denn es ist nicht anzunehmen, dass sie noch die nötige Reife entwickeln. Das Fruchtfleisch harter Nektarinen ist weniger aromatisch und säuerlicher als jenes vollreifer Früchte.
Es empfiehlt sich auch nicht, auf Nektarinen zurückzugreifen, die übereinander in Plastikbehältern liegen. Durch diese Lagerart leiden die druckempfindlichen Mutationen der Pfirsiche. Durch die Druckstellen bildet sich schnell Fäulnis und Schimmel. Verbringen Nektarinen ihre Zeit im Supermarkt einzeln und mit Abstand zueinander liegend in Obststiegen, sind derartige Beschädigungen seltener. Dieses Obst ist dem aus den Plastikbehältern vorzuziehen.
Kaufen Verbraucher die Früchte in hochwertiger Bioqualität, können sie sicher sein, dass Konservierungsstoffe nicht zum Einsatz kamen. Neben dem gesundheitlichen Vorteil birgt dies den Nachteil, dass sie schneller verderben. Daher empfiehlt es sich, insbesondere Früchte mit hoher Bio-Qualität sofort zu verzehren oder die Nektarinen im Kühlschrank zu lagern. Im Obst- und Gemüsefach sind sie für ein bis zwei Wochen gut untergebracht. Dort herrschen Temperaturen von 10 bis 13 Grad.
Fehlt dieses, könnte der Gedanke an einen Neukauf eines Kühlgerätes richtig sein. Beliebte Hingucker in der Küche sind die Retro-Kühlschränke verschiedener Hersteller, die über ein modernes Innenleben verfügen. Kennen Verbraucher das für sie beste Gerät noch nicht, lohnt ein Blick in einen Kühlschrank-Vergleich.
Der Nachteil: Nektarinen, die im Kühlschrank lagern, verlieren jeden Tag ein Stück mehr an Aroma.
Im Kühlschrank reifen Nektarinen langsamer nach als bei Zimmertemperatur und schimmeln daher auch nicht so schnell. Es empfiehlt sich, Nektarinen und Pfirsiche in einen Frischhaltebeutel mit Löchern zu legen. Auf diese Weise halten sie sich am längsten frisch. Lagern Nektarinen im Kühlgerät, darauf achten, dass sie keine Druckstellen entwickeln.
Im Bio-Fresh-Fach (Null-Grad-Zone) herrschen Temperaturen von 0 bis +2 Grad Celsius. Dort halten sich Nektarinen bis zu 14 Tage. Die Luftfeuchtigkeit dazu mit einem Schieber auf 90 Prozent einstellen.
Nektarinen richtig lagern – so bleiben sie lange frisch
Damit Nektarinen lange frisch bleiben, gehen Verbraucher bereits beim Kauf im Supermarkt behutsam vor. Dort wählen sie reife Früchte mit unbeschädigter Haut. Auch beim Transport derselben gehen Käufer besonders vorsichtig vor und behandeln sie, als wären es rohe Eier.
Zu Hause angekommen, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Nektarinen richtig zu lagern. Dazu legen Verbraucher sie zunächst mit Abstand in einen luftigen Obstkorb, den sie anschließend in einen kühlen, trockenen und dunklen Raum stellen. Infrage kommt etwa der Dachboden, die Speisekammer oder der Keller.
Achtung: Die Nektarinen nicht dort vergessen und alsbald – spätestens nach 7 bis 14 Tagen verzehren. Eine mit Kühlschrankmagneten befestigter Notiz erinnert daran.
Verbleibt der Obstkorb in der (Retro-)Küche und steht dort bei Zimmertemperatur, sollten Verbraucher die reifen Früchte so schnell wie möglich essen. Sind die Nektarinen noch in einem früheren Reifestadium dürfen sie im Zimmer wenige Tage nachreifen.
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Tiefgefroren lange haltbar
Die Minusgrade im Gefrierschrank erlauben es, unversehrte Nektarinen über 4 bis 6 Monate frisch zu halten. Dazu die Früchte:
- waschen
- abtrocknen
- Stein entfernen (giftig)
- zerkleinern
- in Portionen aufteilen und in Gefrierbeutel oder Gefrierdosen füllen
- luftdicht verschließen
Tipp: Die mundgerecht vorbereiteten Früchte vor dem Eintüten auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech nicht zu nah beieinander legen und über Nacht vorfrieren. Auf diese Weise lässt sich später jeweils die gewünschte Menge entnehmen.
Noch ein wenig länger halten Nektarinen sich, wenn nach dem Vorfrosten durch Vakuumieren dem Behältnis der Sauerstoff entzogen wird.
Die Temperatur im Tiefkühlgerät beträgt für eine optimale Lagerhaltung von Nektarinen –18 Grad Celsius. Bei dieser Temperatur verliert die Frucht am wenigsten Geschmack. Mehr ist in diesem Fall weniger, denn bei niedrigeren Temperaturen verkürzt sich die mögliche Lagerzeit.
Die gefrorenen Nektarinen bei Bedarf aus dem Gefrierschrank nehmen und im Kühlschrank langsam und schonend auftauen. Optional die tiefgefrorenen Früchte direkt verarbeiten. Tauen die Nektarinenstücke zu schnell auf, leiden Konsistenz und Geschmack.
Ist zu viel Nektarinenpüree übrig, dieses vor dem Einfrieren abkühlen lassen. Dadurch vermeiden Verbraucher einen Bakterienbefall, der das Püree verdirbt. Ebenso wirken sich Luftblasen im Behältnis aus.
Fazit
Nektarinen haben ein schnelles Verfallsdatum. Deshalb sollten sie im reifen, nicht beschädigten Zustand kühl, trocken und dunkel aufbewahrt werden. Für ein bis zwei Wochen können Verbraucher die süßen aromavollen Nektarinen im Kühlschrank lagern – sofern sie den Geschmacksverlust tolerieren. Die längste Lagerzeit gewährt ein Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe den Nektarinen. Diese behutsam über Nacht im Kühlschrank auftauen, damit Konsistenz und Geschmack erhalten bleiben.
