Kühlschrank transportieren in 7 einfachen Schritten

Das Transportieren eines Kühlschranks ist ab einer gewissen Größe eine echte Herausforderung. Ist er obendrein noch schwer, wird der Transport ganz sicher kein Vergnügen. Wie er trotzdem gelingen kann, was beachtet werden muss und was man auf keinen Fall machen sollte, verraten wir in diesem Artikel.

Selbst Hand anlegen oder Profis beauftragen?

Das kommt auf die individuelle Situation an! Eine Spedition verfügt zum einen über die Erfahrung einen Kühlschranktransport durchzuführen und zum anderen über das Personal und die Ausrüstung. Möchte man einen nagelneuen und sündhaft teuren Designer-Kühlschrank von A nach B transportieren – beispielsweise bei einem Umzug – dann sollte man unbedingt eine professionelle Spedition beauftragen, die den Kühlschrank sicher von einem Ort zum anderen befördert ohne dass das Gerät selbst oder am Transport beteiligte Personen zu schaden kommen. So erspart man sich den Stress und den Aufwand und kann sich ruhigen Gewissens auf andere Dinge konzentrieren, die beim Umzug auch wichtig sind. Wenn man beim Händler vor Ort ein Schnäppchen macht oder lieber lokal kauft als online und so immer einen Ansprechpartner hat, wird man wohl auf die Spedition verzichten wollen wenn kein hauseigener Lieferservice im Preis inbegriffen ist. Immerhin ist der Kühlschrank schon gut und sicher verpackt und man muss in lediglich ins Auto, den geliehenen Kleintransporter oder Anhänger wuchten und ihn zuhause dann in die eigenen vier Wände befördern. Aber auch wenn man seinen alten Kühlschrank transportieren möchte bei dem die Kosten der Spedition vermutlich höher ausfielen als der Restwert, kann man ganz einfach selbst zur Tat schreiten und diesen sicher befördern.

Hilfreiches Equipment

Kompakte Kühlschränke die nicht sehr schwer sind, kann man in vielen Fällen einfach so transportieren. Bei großen Geräten die sehr schwer sind, empfiehlt es sich aber oft, etwas Geld in passende Ausrüstung zu investieren. Bewährt haben sich die folgenden Helferlein. Man kann sie bei Umzügen auch für andere schwere Möbel und Kisten verwenden.

Tragegurt: Diese Systeme sind relativ günstig und sehr praktisch. Auf der Ebene ein echter Segen, im Treppenhaus muss man dennoch vorsichtig agieren und schauen, dass nichts ins Rutschen gerät.

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Treppensackkarre: Eine Treppensackkarre ist ebenfalls sehr nützlich. Hochwertige Ausführungen sind jedoch deutlich teurer als ein Tragegurtsystem. Für große Umzüge sind diese Treppensteiger aber eine große Hilfe und auch später noch für Getränkekisten und ähnliches verwendbar.

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Möbelroller: Bei Transportrollern handelt es sich um relativ einfache Konstruktionen. Eine Platte die aus Holz, Metall oder Kunststoff gefertigt sein kann und bei höherwertigen Modellen auch mit einem Antirutsch-Gummi bezogen. Vier Räder die sich flexibel um 360 Grad drehen ermöglichen es, den Möbelroller einfach zu bewegen. Bewegt man einen Kühlschrank damit, sollte dieser genau mittig stehen oder mindestens zwei Roller zur Verfügung stehen.

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Gewicht VS Größe

Je größer ein Kühlschrank, desto unhandlicher ist er auch. Zu beachten ist aber, dass das Gewicht nicht linear zu den Abmessungen steigt. So gibt es Modelle die sehr groß sind und echte Leichtgewichte sind und kleine Geräte, die es wirklich in sich haben. Hat man es mit einem echten Schwergewicht zu tun das auch noch gewaltige Dimensionen hat wird es anspruchsvoll. In diesem Falle sollte der Transport sorgfältig geplant und vorbereitet werden. Einige Geräte bringen es auf nahezu 200 Kilogramm und sind damit eine echte Hausnummer und ganz sicher nichts für schwache Nerven. Worauf man achten muss und wie man am besten vorgeht, beschreiben wir in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Stehend oder liegend transportieren?

Grundsätzlich ist beides möglich. Bei Geräten die ohne Kompressor arbeiten spielt es überaupt keine Rolle, ob sie stehend oder liegend transportiert werden. Da es sich in den meisten Fällen jedoch um Kühlaggregate auf Grundlage eines Kompressors handelt, gibt es hier eine Besonderheit. In der Horizontalen ist es nämlich sehr wahrscheinlich, dass Kompressorenöl in den Kühlkreislauf gelangt. Das Gerät nimmt hierbei zwar keinen dauerhaften Schaden, allerdings kann dies der Fall sein, wenn man es nach einem liegenden Transport unmittelbar in Betrieb nimmt. Man sollte seinen Kühlschrank in diesem Falle deshalb einige Stunden stehen lassen, ehe man ihn einschaltet. Wie viel Zeit man hier einplanen sollte, hängt von Hersteller und Fabrikat ab. Von ein paar Stunden bis zu einem Tag sind gängige Empfehlungen. Wenn man keine Angaben zu seinem Modell finden kann, sollte man auf Nummer sicher gehen und ihn am besten einen ganzen Tag – also 24 Stunden – stehen lassen und erst dann anschließen und einschalten. Gerade bei großen Geräten ist ein Transport im Stehen meist nicht möglich, da man entweder den Platz nicht hat oder es nicht sicher befestigen kann. Kippt der Kühlschrank während der Fahrt um, hat man ein Problem und unter Umständen sogar ein defektes Kühlgerät. Große und schwere Geräte also besser liegend transportieren, richtig sichern und dafür vor dem Betrieb eine Weile stehen lassen.

Was man braucht

Bevor es losgeht, sollte man alles bereitstellen, was man beim eigentlichen Transport benötigt.

Eine kurze Übersicht:

– Klebeband
– Kartonaten
– Polstermaterialien
– Gegebenenfalls Kantenschutz
– Spanngurte zum Fixieren im Fahrzeug
– Je nach Gegebenheiten Sackkarre oder Treppensackkarre
– Ausreichend Man Power in Form von willigen und kräftigen Helfern

Wie man den Transport durchführt

Wenn alles vorbereitet ist, kann es losgehen. Das ist unsere ultimative Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1Ausräumen

Natürlich müssen sämtliche Lebensmittel aus dem Kühlschrank entnommen werden. Sonst wird das Gerät zum Shaker und man hat hinterher eine riesen Sauerei. Außerdem wird der Gute durch diese Maßnahme etwas leichter und lässt sich so besser handhaben.

2Bewegliche Teile entfernen

Alles raus, was keine Miete zahlt! Neben den Lebensmitteln müssen auch alle beweglichen Teile entfernt werden. Neben Obst- und Gemüsefach sind dies sämtliche Einlegeböden und Fächer. Belässt man diese im Kühlschrank, könnten sie sich beim Transport selbständig machen und das Gerät beschädigen oder selbst zu Bruch gehen.

3Abtauen

Bevor es losgeht, sollte das Gerät bei starker Vereisung abgetaut werden, da man ansonsten möglicherweise eine böse Überraschung erlebt. Da die ganze Aktion nicht in 10 Minuten über die Bühne gebracht ist, taut die Eisschicht auf und wenn der Kühlschrank auch beim Transport selber dicht halten sollte, so hat man die Bescherung spätestens, wenn man ihn am neuen Standort öffnet und das Wasser hinausläuft. Wie man hierbei am besten vorgeht, verraten wir hier.

4Reinigen

Dieser Schritt ist zwar optional, aber es bietet sich an, den frostigen Gesellen gleich ausgiebig zu reinigen. Wann wird man wohl zum nächsten mal die Gelegenheit haben, einen leeren Kühlschrank vor sich zu haben und sämtliche Einzelteile? Natürlich kann man diesen Schritt auch verschieben und ihn nach dem Transport reinigen. Die Reinigung des Gehäuses macht ohnehin erst Sinn, wenn er in der neuen Küche steht. Alles was man zu diesem Thema wissen muss damit der Küchenbewohner auch wirklich wieder glänzt wie neu, kann man in unserem Ratgeber zur Kühlschrank-Reinigung nachlesen.

5Verpacken

Im nächsten Schritt wird er sicher verpackt. Kartonagen eignen sich für die Front und bei freistehenden Varianten für die Seiten, damit diese nicht verkratzt werden. Zuvor sollte unbedingt die Tür mit Klebeband fixiert werden, damit sie sich nicht einfach von selbst wie von Geisterhand oder durch die Schwerkraft bedingt öffnen kann. Bei neuen Geräten sollte man auch auf einen Kantenschutz nicht verzichten, den man entlang der langen Kanten links rechts, oben und unten anbringt. Alle empfindlichen Teile sollten besonders sorgfältig verpackt und gegebenenfalls gepolstert werden. Dies könnte bei einem Retro-Kühlschrank zum Beispiel der edle Griff sein. Am besten man schraubt diesen ab – sofern dies möglich ist, dann kann er nicht abkrachen. Auch die Rückseite sollte gepolstert und gut mit Styropor, Transportmatten oder Schaumstoff geschützt werden.

6Transportieren

Nun geht es ans Eingemachte. Zusammen mit den Helfern befördert man den Kühlschrank zum vorhandenen Fahrzeug. Die Tür zur Ladefläche oder des Kofferraums sollte natürlich offen stehen. Wenn man sich für den liegenden Transport entschieden hat, sollte man vorab ein paar große Kartonagen ins Fahrzeug legen, damit man das schwere Kühlgerät dann darauflegen und leichter hineinschieben und später wieder herausziehen kann. Eine Sackkarre ist ein Segen wenn ihr Einsatz Sinn macht und man mehr als ein paar Meter zurücklegen muss. Man bekommt sie günstig im Baumarkt. Die Luxusausführung nennt sich Treppensackkarre und hat links und rechts je drei Räder, die wie der Name bereits verrät, das Befördern schwerer Lasten die Treppe hinauf oder hinunter erheblich erleichtert. Beim Fahrzeug angekommen, sollte der Kühlschrank, wenn er nicht stehend transportiert wird, immer auf der Seite liegen, da sonst das ganze Gewicht auf der Rückseite lastet und sich dort wichtige Bauteile befinden, die leicht beschädigt oder eingedrückt werden können. Die stabile Seitenlage ist deshalb auch für Elektrogroßgeräte fast immer die beste Wahl. Nun muss man dafür sorgen, dass er sich während der Fahrt nicht selbständig macht und ihn entsprechend befestigen. Zum Fixieren eignen sich Spanngurte am besten, aber auch Seile kann man nehmen, sofern man einen Knoten machen kann der hält.

7Inbetriebnahme

Im neuen Domizil angekommen, den Kühlschrank gegebenenfalls die Treppe hinaufgeschleppt, stellt man ihn natürlich gleich da hin, wo man ihn haben möchte, solange die Helfer noch vor Ort sind und beim justieren helfen können. Es seidenn, man hat ein Leichtgewicht, dann kann man das auch selbst noch machen. Wichtig ist, die Ruhezeit wie oben beschrieben einzuhalten und dem Gerät eine Auszeit zu geben. Spätestens am nächsten Tag kann man es dann in Betrieb nehmen und wenn nach einiger Zeit die erforderlichen Temperaturbereiche in Kühl- und Gefrierteil erreicht sind, wieder einräumen und gegebenenfalls noch einmal umfangreich von innen und außen reinigen. Das war’s!

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