Übler Geruch im Kühlschrank? Das hilft garantiert

Ein strammes Lüftchen im Kühlschrank kann während einer Diät wahre Wunder bewirken. Und auch der unliebsame Besuch wird nur einen Versuch starten, sich selbst zu bedienen. Wenn man nur das Abendessen vom Vortag riecht, ist man noch gut beraten. Kommt einem beim Öffnen des Kühlschranks aber eine Mischung aus Lebensmitteln und Speisen entgegen die man während der letzten drei Monate zu sich genommen hat, sollte man aktiv werden und den Kühlschrank von diesen Gerüchen befreien. So dramatisch ist es in den meisten Fällen zum Glück nicht und falls doch: Wir lassen Sie nicht im Stich und helfen Ihnen da raus. Wie man es erst gar nicht so weit kommen lässt und wie man unliebsame Kühlschrank-Gerüche wieder los wird, verraten wir mit den folgenden Tipps die sich sofort umsetzen lassen.

Wenn es noch nicht stinkt

Glück gehabt! Sollte kein oder ein nur schwach ausgeprägter Geruch wahrnehmbar sein, gilt es alles daran zu setzen, dass dies auch so bleibt. Vorbeugen lautet hier die Devise und es gibt einige Hausmittel, die dafür bestens geeignet sind:

  • Backpulver in einem kleinen Schälchen
  • Apfel am Stück oder in Scheiben auf einem kleinen Teller
  • Natron als Pulver in einer Schale oder in Wasser gelöst – neutralisiert Gerüche zuverlässig und ist fast überall erhältlich (Backabtelung im Supermarkt der Wahl
  • Kaffeesatz oder Kaffeepulver – am besten frisch nach dem Frühstück kalt erneuern
  • Zitronensaft oder halbe Zitrone, eventuell mit Natron bestreut
  • Essig neutralisiert Gerüche in der Regel schnell
  • Rohe Kartoffel natürlich nicht am Stück sondern aufgeschnitten

Tipp: Das beste Hausmittel gibt es nicht. Man sollte die oben aufgeführten deshalb ausprobieren, bis man das für sich perfekte Mittel zur Neutralisierung der Gerüche im Kühlschrank gefunden hat. Dabei sollte man durchaus experimentierfreudig sein und auch mehrere Hausmittel die zueinander passen kombinieren. Essig hat wie zu erwarten einen starken Eigengeruch und bietet sich daher eher an, um Gerüche kurzfristig zu neutralisieren und dann wieder entnommen zu werden. Man sollte gar nicht abwarten, bis es irgendwann riecht im Kühlschrank-Inneren sondern frühzeitig prophylaktisch ansetzen. Ein spezielles Kühlschrank-Deo wird nicht benötigt. Es ist nicht effektiver, kostet aber mehr Geld. Der Vorteil besteht hauptsächlich darin, dass es einfach und ohne Mühe anzuwenden ist. Öffnen, sprühen, schließen. Statt dem Kaffeesatz verwenden einige auch Kaffeebohnen oder Kaffeepads. Die Pads lassen sich besonders schnell austauschen und eignen sich wie alle anderen Mittel als natürliches Deo.

Wenn es bereits stinkt

1Geruchsquelle beseitigen

Was stinkt? Zunächst gilt es, die Quelle des Übels auszumachen. Das ist meist recht einfach. Nach dem Prinzip “Immer der Nase nach” stößt man in der Regel entweder auf Lebensmittel die die besten Tage bereits hinter sich haben und entfernt diese gleich aus dem Kühlschrank oder es handelt sich um Speisereste, die nicht richtig verschlossen oder abgedeckt sind. Hierfür ist es nie zu spät. Teller kann man (möglichst luftdicht) mit Folie verpacken und dann wieder in den Kühlschrank stellen, andere Lebensmittel und Speisen mit Deckel versehen oder – falls es keinen passenden Deckel gibt – in ein verschließbares Behältnis geben, für das man einen Deckel hat. Unter den Schuldigen befinden sich häufig Fisch, Käse und diverse Fleischwaren – aber auch andere Lebensmittel vermögen durchaus unangenehm zu riechen. Oft wären sie allein gar nicht der Rede wert – zusammen mit ihren Mitstreitern auf engem Raum ergeben sie aber ein ungutes Aroma. Auch Sahnebecher oder die Suppe vom Vortag können verantwortlich sein. Manchmal steigt der Geruch auch aus dem Obst- und Gemüsefach nach oben, auch hier lohnt sich ein genauerer Blick. Darüberhinaus sollte man unbedingt darauf achten, dass nichts daneben geht. Krümel, Brösel oder Tropfen von Milch, Ketchup & Co fristen ein unauffälliges Dasein auf dem Boden der Fächer oder der Abstellflächen und werden häufig erst entdeckt, wenn der Kunststoff bereits ihren Geruch angenommen hat. Auch die chemisch behandelten Schalen von Zitrusfrüchten können Ursache von Gerüchen sein. Schalenbehandlungsmittel können sich mit den Kunststoffen im Kühlschrank verbinden.

2Kühlschrank reinigen

Hat man die Geruchsquelle beseitigt ist es noch nicht vorbei. Einige Gerüche würden sich zwar rasch verflüchtigen und nur noch ein Problem darstellen wenn man den Kopf in den Kühlschrank steckt und einmal tief durchatmet – dazu müsste man das Gerät allerdings ordentlich auslüften lassen. Um die Kühlkette nicht zu unterbrechen, müsste man dazu sämtliche Lebensmittel ausräumen und in der Zwischenzeit irgendwo anders verstauen. Außerdem verbrauchen Kühlgeräte extrem viel Energie wenn sie länger geöffnet sind als unbedingt nötig. Sollte deshalb ein paar Stunden nach dem Beseitigen der Übeltäter oder des Übeltäters immer noch ein penetranter Geruch vorherrschen – viele Gerüche halten sich hartnäckig und gehen sogar auf andere Lebensmittel über – hilft alles nichts. Ausräumen, gegebenenfalls abtauen und dann umfassend reinigen. Am besten auch gleich von außen. Im Anschluss kann man dann die eingangs erwähnten Tipps zur Prophylaxe und allgemeinen Frische im Küchenbewohner umsetzen. Wie man dabei am besten vorgeht und den Kühlschrank reinigt, verraten wir hier. Wenn man das nicht möchte oder das Komplett-Programm für übertrieben hält, kann man auch eine schnelle Reinigung vornehmen. Das macht man am besten so:

  • Reinigungslösung: Es sollten keine scharfen Reinigungsmittel zum Einsatz kommen und auch keine Schwämme und andere Hilfsmittel, die den Kunststoff aufrauen oder angreifen könnten. Denn auch wenn man vorübergehend alle Gerüche entfernen kann – die dadurch geschaffenen Bedingungen sind ideal für Bakterien, Keime & Co. In den Rillen und Rissen können sie sich optimal festsetzen und dann auch bald in Form von schlechten Gerüchen auffallen. Warmes Wasser und Spülmittel reichen völlig aus und sind zudem in jedem Haushalt verfügbar! Nun heißt es, alle Wände und Ecken gründlich zu reinigen.
  • Schwer zugängliche Stellen: Ein besonderes Augenmerk sollte man auf alle Stellen legen, in denen sich Schmutz sammeln kann. Ecken zum Beispiel. Sie sind schwer zugänglich und deshalb auch schwer zu reinigen – hier sollte man aber nicht vorzeitig aufgeben und es durchziehen. Häufige Quellen für üble Gerüche sind auch Vertiefungen, Rillen, Risse, Dellen oder Macken. Um alles mühelos zu erreichen, bietet sich die Verwendung von Sprühflaschen an. Wasser und ein Reinigungsmittel hinein und im Nu erreicht man jeden Winkel des Kühlschranks!
  • Ablauf: Aus Hygienegründen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Ablauf für das Kondenswasser immer frei bleibt. Kann es nicht abfließen, kann auch hier der Grund für den Gestank liegen.
  • Türdichtungen: Auf keinen Fall vergessen, dort gesammelte Speisereste und Flüssigkeiten fangen schnell an zu stinken. Am besten man reibt sie regelmäßig feucht ab.

3Kühlschrank einräumen

Nach der Reinigung geht es ans Einräumen. Bei dieser Gelegenheit bietet es sich an, die Lebensmittel gleich auf ihre Frische und das Mindesthaltbarkeitsdatum zu überprüfen. Was nicht mehr genießbar ist, stinkt oder dies in absehbarer Zeit tun wird weil man es nur einmalig zum Kochen oder Backen benötigt hat und dies voraussichtlich nie wieder tun wird, sollte gleich vorausschauend entsorgt oder weitergegeben werden. „Kühlschrankleichen“ in Form eingetrockneter Soßen, abgelaufener Joghurts und all jenem was nie angerührt wurde und wird, zum Beispiel die selbstgemachte Maracuja-Pistazien-Heidelbeer-Marmelade von Tante Erna am besten nicht mehr hineingeben, auch wenn man für fünf Minuten ein schlechtes Gewissen hat.

Bei der Anordnung der Lebensmittel im Kühlschrank sollte zudem darauf geachtet werden, diesen nicht zu voll zu machen und eine ordentliche Luftzirkulation zu ermöglichen. Alles sollte gut verpackt sein. Neben Frischhaltefolie und diversen Behältnissen bieten sich auch diverse Tüten oder Alufolie an, sofern diese nicht mit Lebensmitteln in unmittelbaren Kontakt tritt.

Gelegentlich werden auch Kosmetika im Kühlschrank gelagert. Sollten sie für einen strammen Duft sorgen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man lagert sie aus, beispielsweise in einen sparsamen Mini-Kühlschrank, oder man gibt sie in ein Behältnis oder eine kleine Tasche mit Reißverschluss zum Lagern. Hauptsache es dringt nichts nach außen. So sind die Utensilien auch gleich geordnet und mit nur einem Griff entnommen und wieder in den Kühlschrank gegeben.

Etwas ausführlicher kann man in diesem Artikel nachlesen wie man den Kühlschrank einräumt.

Sie fahren in den Urlaub? Sollte es nicht möglich sein, das Gerät ganz abzuschalten, verfügt es vielleicht über eine Urlaubsfunktion, um Strom zu sparen. Speisen und Lebensmittel die vor dem Verreisen “noch” frisch sind und unauffällig riechen sollten immer dann entnommen werden, wenn sie in ein paar Tagen oder Wochen, noch während man im Urlaub ist, voraussichtlich nicht mehr ganz so frisch sein werden oder könnten. Besteht die Möglichkeit den Kühlschrank abzutauen und abgeschaltet zu lassen sollte er während diesem Zeitraum der Nicht-Nutzung immer einen Spalt geöffnet sein, sonst werden Sie möglicherweise ihr blaues Wunder erleben. Unangenehme Gerüche können so gar nicht erst entstehen, sich ausbreiten und zudem beginnt es auch nicht zu schimmeln – gerade wenn man ihn noch feucht ausgewischt hat.