Die besten Retro Wasserkocher im Vergleich | TOP#5

Die Teatime lässt sich mit einem Wasserkocher im Retro-Design stilecht einleiten und das Zubereiten von Heißgetränken oder Anderem wird so zum Erlebnis. Retro-Wasserkocher gibt es in den verschiedensten Farben und Formen mit Platz für eine Wassermenge von durchschnittlich 1,5 Litern: In der Regel sind sie optisch an die 50er- und 60er-Jahre angelehnt, aus bunt lackiertem Edelstahl, kugelig-kompakt wie der traditionelle Wasserkessel oder rechteckig-schlank im Kannenformat, oft auch ganz ohne Kabel. Mit einem 360°-Gerätefuß, einem abgerundeten wärmeisolierten Griff, einem Kalkfilter und häufig mit einer Anzeige für die aktuelle Temperatur des kochenden Wassers versehen, vereint ein Retro-Wasserkocher modernste Funktionalität mit nostalgischem Flair und stellt das perfekte Pendant zur Kaffeemaschine dar. Nie war das Geräusch von blubbernd-sprudelndem Wasser schöner und spaßiger als mit einem Retro-Wasserkocher.

Wie funktioniert ein Wasserkocher?

Die meisten Geräte setzen sich aus zwei Elementen zusammen. Dem Fuß der auf dem ihm zugedachten Platz verweilt und über das Stromkabel mit der Steckdose verbunden ist und dem Kochgefäß, in welchem sich das eigentliche Heizelement (für gewöhnlich verdeckt in der Bodenplatte) befindet. Um es zu öffnen um Wasser hineinzufüllen betätigt man in der Regel einen kleinen Schalter oder Knopf der oberhalb des Griffs angebracht ist oder in den Griff integriert. Außerdem ist in das Gehäuse meist auch ein An-/Ausschalter integriert – meist in Form eines Hebels. Nach dem aktivieren wird das Wasser nach dem Maximalprinzip erhitzt, der Kocher gibt also alles und schaltet sich dann automatisch ab, sobald das Wasser kocht. Entscheidend ist auch, aus welchem Material es gefertigt ist. Möglich macht dies ein Sensor. In der oberen Preisklasse finden sich teilweise Gerätschaften, die sogar die aktuelle Wassertemperatur über eine digitale Anzeige ausgeben können. Ob man diese Funktion benötigt, ist allerdings zweifelhaft. Die Retro-Modelle brauchen sie auf jeden Fall nicht. Eine Temperatursicherung, der sogenannte Trockengehschutz, verhindert das Durchbrennen der Elektrik durch Überhitzung, indem der Kocher sofort abgeschaltet wird, wenn sich kein Wasser darin befindet. Bei teuren Ausführungen stellen zudem permanent auslösende Schmelzsicherungen sicher, dass es nicht zu einem Brand kommt, indem sie bei Überlastung sofort auslösen.

Auch auf das Material kommt es an

In der Regel bestehen Wasserkocher im Retro-Design wie ihre schlichten und langweiligen Verwandten von der Stange aus Kunststoff, Glas oder Metall (fast ausschließlich Edelstahl). Wenn man ein gusseisernes Modell in den Händen hält, handelt es sich vermutlich um einen echten Vintage-Wasserkocher, der im Gegensatz zu den in der Gegenwart gefertigten Retro-Ausführungen tatsächlich aus vergangenen Zeiten stammt und meist nur noch auf Flohmärkten zu finden ist. Allerdings müssen diese echten Oldtimer oft ohne Strom betrieben werden, weil sie nicht über ein strombetriebenes Heizelement verfügen, sondern auf dem Herd oder über einem Feuer oder Kerze erhitzt werden müssen. Die Retro-Variante mit Kabel wird oft jedenfalls auch als “kabellos” bezeichnet. Dies bezieht sich entsprechend auf das Kochgefäß, welches entnommen werden kann. Bei Metallausführungen kann man damit rechnen, dass sich das Gehäuse sehr stark erhitzt und man sich die Finger bzw. Hände verbrennen kann wenn man es versehentlich berührt. Deshalb sollte er gut in der Hand liegen und ein annehmbarer Abstand von Griff zu Gehäuse bestehen. Kunststoffvarianten erhitzen sich in der Regel nicht so schnell. Außerdem sollte man sich im Klaren darüber sein, dass Wasserkocher im Allgemeinen nicht dafür konzipiert sind, den Inhalt auf Temperatur zu halten. Eine Isolierung ist für gewöhnlich nicht vorgesehen und entsprechend schnell kühlt das Wasser ab und nähert sich der Zimmertemperatur an. Wenn man ein Gerät mit wärmeisolierenden Eigenschaften möchte, sollte man also explizit auf diese Funktion achten, die meist einem doppelwandigen Gehäuse gewährleistet wird. Hier wird der Kocher außen auch nicht so heiß.

Wissenswertes & Interessantes

Der erste Wasserkocher der elektrisch betrieben wurde, hat die Besucher der Weltausstellung in Chicago 1893 begeistert. Dort war sein erster Auftritt. Eine Premiere, die rasch Verbreitung fand und bald die Küchen aller Herren Länder eroberte, bis sie letztendlich zum Standard wurde und die Vorgänger fast überall ablöste. Davor hat man sein Wasser überwiegend im Pfeifkessel oder Tauchsieder erhitzt. Vielleicht die romantischere Version – aber keinesfalls die schnellere und bequemere. Im nostalgischen Gewand vereinen die modernen Küchengeräte deshalb den Look vergangener Zeiten mit der modernen Technik von heute.

Reinigung

Die Reinigung besteht hauptsächlich aus dem Entkalken des Wassergefäßes. Wenn man nicht gerade seine Nudeln mit Gemüsebrühe darin kocht, beschränkt sich die Reinigung eines Wasserkochers deshalb auf den Einsatz von Essig oder Ascorbinsäure mit Wasser. Nachdem man den Essig mit etwas Wasser oder die Ascorbinsäure-Lösung zum Kochen gebracht hat, gießt man sie einfach ab und wiederholt den Vorgang noch einmal nur mit Wasser. So kriegt man die Küchenhelfer ganz schnell wieder sauber und kann seinen Kaffee oder Tee ganz ohne merkwürdige Flocken und ähnliche Bestandteile genießen. Es bietet sich übrigens an, auf freiliegende Heizelemente zu verzichten. Diese findet man vor allem in sehr günstigen Modellen, meist in Form von Heizspiralen. Diese sind echte Kalkfänger. Verdeckte Heizelemente im Edelstahlboden integriert sind immer die bessere Wahl!

Wie viel Watt sollen es sein?

Die Füllmenge bewegt sich meist zwischen 1 und 2 Litern. Es gibt aber auch vereinzelt kleinere Ausführungen. Diese Mini-Wasserkocher sind aber ebenso wie größere Geräte mit einem Volumen von bis zu 4 Litern fast nie im Retro-Look erhältlich. Die Heizleistung reicht von etwa 500 bis 3.000 Watt. Je höher die Leistung, je schneller wird das Wasser dann auch zum Kochen gebracht. Außerdem geht bei hoher Wattzahl weniger Energie in Form von Wärme an die Umgebungsluft verloren beim Aufkochen. Leistungsstarke Modelle sind also zu bevorzugen. Übrigens: Mit einem Wasserkocher kann man ganz wunderbar auch das Wasser zum Kochen erhitzen. Wenn es kocht einfach in einen Topf geben – geht viel schneller und spart mächtig Energie und damit Geld.

Schadstoffe und Gesundheit

Wasserkocher aus Kunststoff können gesundheitsschädliche Weichmacher wie Bisphenol A enthalten. Diese gehen auch ins Wasser über. Vor allem dann, wenn man das Wasser lange im Kocher belässt. Hormonell wirksame Substanzen können langfristig gesundheitsgefährdend sein und unter anderem die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen. Aber auch Bestandteile wie Nickel gilt es zu vermeiden, da auch hier die Gesundheit negativ beeinflusst werden kann. Soweit möglich sollte man also auf Gehäuse aus Kunststoff verzichten. Die transparente Wasserstandanzeige ist zwar meist aus Kunststoff, jedoch ist ihr Anteil an der Gesamtfläche sehr gering. Noch besser wäre zwar Glas, aber in der Praxis findet sich diese Kombination an Materialien fast nicht.