Vintage Industries “Kingston” Retro-Kühlschrank | Review 2018

Nostalgischer Schönling
Mit zeitgemäßer Technik und einem authentischen Retro-Look kann der Kühlschrank von Vintage Industries auftrumpfen. Was der “Kingston” neben seiner überzeugenden Optik noch zu bieten hat, für wen der schicke Retro-Kühlschrank die richtige Wahl ist und ob er seinen Preis wert ist, verraten wir in diesem ausführlichen Review.

Letzte Aktualisierung am 9.08.2019 um 09:48 Uhr | Bild von Amazon Product Advertising API | Affiliate-Links*

# Auf einen Blick

Abmessungen (HxBxT)84 x 55 x 59 cmEnergieeffizienzklasseA+
Innenmaße (HxBxT)72 x 44,5 x 44,5 cmEnergieverbrauch / Jahr110 kWh
Gewicht33 KgStromkosten / Jahr
(bei einem Strompreis von 0,30€ / kWh)
33€
Nutzinhalt115 LiterLautstärke39 dB/A
GefrierenKein GefrierfachKlimaklasseST
Temperaturbereich0°C bis 10°CTüranschlagrechts
FeaturesLED-Beleuchtung,
3 Einlegeböden (höhenverstellbar), Temperatureinstellung manuell
Geschäumte Flügeltür
Gemüsefach, Weinregal
FarbenCreme, rot, schwarz, silber, Union Jack

Erster Eindruck & Design

Die Reggae-Legende Bob Marley lebte und arbeitete einst in Kingston, der Hauptstadt Jamaikas. Sie liegt an der Südostküste der Karibik-Insel, die neben Bergen und Regenwäldern vor allem wunderschöne Strände zu bieten hat. Der Vintage-Kühlschrank hat stattdessen formschöne Rundungen, einen Griff der perfekt zu seinem Gehäuse passt und jede Menge Flair.

Mit einer Höhe von überschaubaren 84 Zentimetern, 55 in der Breite und 59 in der Tiefe, findet sich ganz sicher ein geeignetes Plätzchen in den eigenen vier Wänden, wo der Retro-Kühlschrank sich wohlfühlt und optimal zur Geltung kommen kann. Er bringt etwa 33 Kilogramm auf die Wage und bleibt damit transportabel.

Neben “Creme” stehen noch vier weitere Farbvarianten zur Auswahl. Nämlich schwarz, rot, silber und Union Jack. Bei letzgenannter handelt es sich um die Nationalflagge des Vereinigten Königreichs die die Kühlschrankfront ziert und dem Gerät einen unverwechselbaren Charakter verleiht der jeden Raum zum Highlight macht.

Der Türanschlag befindet sich rechts und ist nicht wechselbar. Mit Geräuschemissionen von 39 Dezibel bleibt er unter der 40-Dezibel-Marke und wird von den meisten Menschen als angenehm und nicht störend wahrgenommen. So kann man ihn auch auf engem Raum oder im Büro betreiben ohne sich belästigt zu fühlen.

Innenraum

Da der nostalgische Kühlschrank ohne Gefrierfach auskommt, entfällt der gesamte Nutzinhalt von 115 Litern entsprechend auf den Kühlteil.

Insgesamt stehen vier Ebenen zur Verfügung. Ganz unten findet sich das obligatorische Obst- und Gemüsefach und darauf der erste Einlegeboden nicht nur als Abstellfläche dient, sondern auch als Deckel für das darunterliegende Fach. Wenn man es nicht benötigen sollte, weil man das Gerät beispielsweise als Getränkekühlschrank nutzen möchte, kann man es natürlich auch einfach entnehmen und den Stauraum anderweitig nutzen.

Zwei weitere Abstellflächen aus Glas lassen sich darüber völlig flexibel in unterschiedlichen Höhen anbringen. Insgesamt stehen hierfür 8 Einschübe zur Verfügung. So sollte jeder mühelos die für ihn perfekte Einstellung finden. Natürlich sind auch diese Böden zum Reinigen entnehmbar.

Das Weinregal ist für zwei Flaschen ausgelegt und lässt sich einfach an einem Einlegeboden befestigen, unter welchem dann zwei Flaschen eines hoffentlich edlen Tropfens schweben und darauf warten, zu einem besonderen Anlass oder dem abendlichen Viertel Wein entnommen zu werden.

Der mehrstufige Drehregler mit dem man die Kühlschranktemperatur ganz einfach und bequem einstellen kann, findet sich ganz oben rechts. Dort ist er leicht zugänglich die aktuelle Einstellung lässt sich mit einem Blick ablesen. Im Temperatur-Element ist wie bei den meisten Kühlschrankmodellen üblich auch die Beleuchtung in Form von langlebigen und leistungsstarken LEDs die im Vergleich zur klassischen Glühbirne auch noch sparsam sind.

Nicht zu unterschlagen ist natürlich der Stauraum den die Tür bereithält. Ganz unten findet sich das obligatorische Getränkefach welches Milch, Säfte und andere Getränke sicher verwahrt. Auch wenn es sich dabei um große Flaschen handelt. Damit diese nicht herausfallen können, hat der Hersteller seinem Boliden eine Art Reling in Form eines Metallbügels spendiert. Über dem Getränkefach finden sich noch zwei weitere Fächer. Das mittlere eignet sich ideal für kleine Flaschen, Joghurt und andere Leckereien während das obere diverse Kleinigkeiten wie Butter oder Eier sicher beherbergen kann. Auch diese Fächer sind mit einem Metallbügel ausgestattet der verhindert, dass irgendetwas sich selbständig macht und zu Boden fällt beim Öffnen des Kühlschranks.

Ausstattung, Funktionen & Features

Technisch ist der Kingston ein Purist. Kein Schnickschnak – nichts, was man nicht wirklich benötigt. Er konzentriert sich auf seine Kernkompetenzen. Ein makelloses Äußeres und das zuverlässige Kühlen von Getränken und Snacks aller Art. Eine Beleuchtung ist bei Kühlschränken in dieser Größenordnung eigentlich selbstverständlich und kommt meist in Form von LEDs daher. Die geschäumte Flügeltür sorgt für eine gute Isolation und das kleine Weinregal stellt ein nettes Feature dar. Natürlich kann man es auch für andere Getränke verwenden.

Stromverbrauch und -Kosten

StromverbrauchStromkosten
Pro Jahr110 kWh33€
Im Monat (30 Tage)9,04 kWh2,71€
Am Tag (24h)0,30 kWh0,09€
bei einem angenommenen Strompreis von 0,30€ / kWh

Der Kingston weist Energieeffizienzklasse A+ auf. Im Vergleich zu Geräten mit Energieeffizienzklasse A liegt die Ersparnis bei rund 20 Prozent. Noch sparsamer sind Kühlschränke der Klassen A++ und A+++. Hier kann man bis zu 40 beziehungsweise 60 Prozent im Vergleich zu Geräten der Energieeffizienzklasse A sparen. Ein Plus mehr hätte uns gut gefallen – aber noch wichtiger als die Energieeffizienzklasse ist der tatsächliche Stromverbrauch und die Kosten, die sich daraus ergeben.

Im Jahr müsste man bei einem Stromverbrauch in Höhe von 110 Kilowattstunden bei einem Strompreis von 0,30€ / kWh mit Kosten in Höhe von 33 Euro rechnen. Im Monat wären dies 2,71 Euro beziehungsweise 9 Cent am Tag. Interessant ist auch, wie teuer der Retro-Kühlschrank nach ein paar Jahren wird. Immerhin sind Kühlgeräte viele Jahre im Einsatz und das rund um die Uhr. In fünf Jahren würden die laufenden Kosten bei 165 Euro liegen und in 10 Jahren entsprechend bei 330 Euro. Diese Rechnung sollte man bei allen Kandidaten die man in die nähere Auswahl nimmt, durchführen. So kann man sie auf Grundlage der Stromkosten miteinander vergleichen und die Gesamtkosten am Ende der Lebensdauer des Gerätes abschätzen. Oftmals sind die günstigeren Kühlschränke mit einem höheren Stromverbrauch nämlich teurer als kostenintensivere Modelle mit einem niedrigeren Energieverbrauch.

Im Falle des Kingston blieben die Kosten jedenfalls überschaubar. Die monatlichen Kosten in Höhe von unter 3 Euro sollten zu stämmen sein und die Stromrechnung einem keine schlaflosen Nächte bereiten.

Wer ihn kaufen sollte – und wer nicht

Mit einem Nutzinhalt von 115 Litern eignet er sich in erster Linie für Singles und kleine Haushalte oder Wgs. Vorausgesetzt, man kann auf ein Gefrierfach verzichten oder schafft sich zusätzlich einen kleinen Gefrierschrank an. Diese Geräte bieten etwa 30 bis 50 Liter Stauraum und sind schon für unter 100 Euro zu haben. Auch als Getränkekühlschrank oder in Bars und anderen Lokalitäten gibt der schicke Retro-Kühlschrank eine gute Figur ab. Wenn makellose Retro-Optik gefragt ist, sollte man unbedingt zugreifen. Auch als neuer Kollege im Büro macht sich der Kingston von Vintage Industries bestens und wird sowohl von Mitarbeitern wie auch von Kunden gerne genutzt beziehungsweise bewundert. Für Familien mit mehr als einem Kind ist er nichts. Es gibt aber zahlreiche größer dimensionierte Alternativen zu diesem Gerät – auch von Vintage Industries.

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