Gorenje ORK 193 Retro-Kühlschrank Review

Sparsamer Ästhet
Besonders energieeffizient ist dieser schicke Retro-Kühlschrank. Mit über 300 Liter Nutzinhalt ist er das ideale Familienmitglied. Er ist in vielen Farben bereits für unter 1.000 Euro erhältlich. Außerdem hat Gorenje sich nicht lumpen lassen und ihn mit allerhand moderner Technik ausgestattet. Ein hervorragendes Gesamtpaket!

Letzte Aktualisierung am 9.12.2018 um 09:02 Uhr | Bild von Amazon Product Advertising API | Affiliate-Links*

# Auf einen Blick

Abmessungen (HxBxT)194 x 60 x 67 cmEnergieeffizienzklasseA+++
Gewicht75,5 KgEnergieverbrauch / 24h0,42 kWh
Nutzinhalt322 LiterEnergieverbrauch / Jahr154 kWh
Kühlen
Gefrieren
227 Liter
95 Liter
Geräuschemissionen40 dB/A
GefrierfachVier-Sterne-Gefrierfach ****KlimaklasseSN, ST, N, T
TüranschlagrechtsFarbenschwarz, rot, beige, braun, burgundy, grau, dark chocolate

# Erscheinungsbild

Ein altbekanntes Design. Auf den ersten Blick sieht der ORK 193 nämlich wie der RK 60319 aus, den wir bereits vorgestellt haben. Beide sind von Gorenje, der ORK 193 ist dem kleinen Bruder aber haushoch überlegen.

Er ist mit seiner Höhe von 1,94 Meter nicht nur 24 Zentimeter größer und dadurch geräumiger, sondern lässt den RK 60319 auch technisch alt aussehen. Neue Technik, altes Design? Aber gerne! Vor allem, wenn die Weiterentwicklung so gut gelungen ist, wie in diesem Fall.

Die Kühl-Gefrier-Kombination ist 60 Zentimeter breit und 67 Zentimeter tief. Mit 322 Liter Nutzinhalt bietet die High-Tech-Variante nicht nur mehr Platz, sondern ist auch fast 16 Kilogramm schwerer. Im Vergleich zum Bosch KCE40, der es auf stolze 170 Kilogramm bringt, ist der Retro-Kühlschrank von Gorenje aber ein Fliegengewicht.

Optisch hat macht er einiges her. Die zwei Türen lassen in Verbindung mit ihren formschönen Griffen das ultimative Vintage-Flair aufkommen.

Die Innenraumgestaltung ist übersichtlich und wurde mit Metall-Applikationen aufgewertet. Ein Hingucker, wenn auch nicht ganz so edel wie die Umsetzung beim Konkurrenten von Bosch. Denn dieser Retro-Kühlschrank sind auch unter der Haube ein kompromissloser Ästhet. Von Kopf bis Fuß, inklusive Gefrierfach.

Erhältlich ist der Gorenje in den Farben schwarz, rot, beige, braun, burgundy, grau & dark chocolate. Das ist eine sehr annehmbare Auswahl und man sollte keine größeren Schwierigkeiten haben, einen passenden Farbton zu finden, der zur eigenen Küche passt.

Der Türanschlag ist nicht wechselbar. Allerdings sind zwei Varianten erhältlich. Eine mit Links-Anschlag und entsprechend eine mit Rechts-Anschlag.

# Wieviel passt rein? Für wen ist der Retro-Kühlschrank die richtige Wahl?

Ganze 322 Liter fasst das nostalgische Kühlgerät. Davon entfallen 227 Liter auf den Kühlteil und 95 Liter auf das Gefrierfach. Das ist ordentlich.

Familien mit zwei oder drei Kindern kommen bei diesem Kühlschrank ganz sicher auf ihre Kosten. Auch weil der Gefrierteil nicht zu klein geraten ist, was oft der Fall ist.

Singles, kleine WGs und Zweipersonenhaushalte sind mit dem Gorenje ORK193 falsch beraten. Für die ist der Riese eindeutig zu groß. Für kleine und mittelgroße Büros eignet er sich unserer Meinung nach ebenfalls nicht, wobei hier natürlich immer die individuellen Gegebenheiten und Voraussetzungen mit in Erwägung gezogen werden sollten.

# Stromverbrauch

Mit A+++ gehört diese Kühl-Gefrier-Kombination zu den energiesparendsten Geräten die erhältlich sind. Er führt mit einer Hand voll Retro-Kühlschränken die Skala der Energieeffizienzklassen an. Im Vergleich zu Kühlschränken der Energieeffizienzklasse A liegt die Ersparnis bei bis zu 60%.

Der jährliche Stomverbrauch liegt bei nur 154 kWh. Bei den Ausmaßen unseres Kandidaten ist das exzellent. Gorenje hat sich auch alle Mühe gegeben, dies zu ermöglichen. Unter anderem durch eine gut durchdachte thermische Isolierung und eine Türdämmung, aber auch dem elektronischen Kontrollsystem.

Um diesen sehr guten Wert auch in der Praxis zu erreichen, gilt es allerdings einige Dinge zu beachten. Mehr dazu können Sie in unserem XY-Artikel lesen.

Um sämtliche Retro-Kühlschränke auf RetroFridge miteinander vergleichen zu können, errechnen wir die anfallenden Kosten. Hierzu bedienen wir uns eines fiktiven Strompreises von 0,30€ pro kWh. Bei diesem Kühlschrank kämen wir so auf jährliche Kosten von 46,20€. Bei einem täglichen Energieverbrauch von 0,42 kWh kämen wir auf 0,13€. Im Monat wären bei 30 Tagen und einem Verbrauch von 12,66 kWh 3,80€ fällig.

0,42 kWh / 24h0,13€ / Tag*
12,66 kWh / Monat (30Tage)3,80€ / Monat*
154 kWh / Jahr46,20€ / Jahr*
* Fiktiver Strompreis 0,30€

# Ausstattung & Funktionen

  • Kühlteil
    Der Kühlteil ist mit einer Abtau-Vollautomatik ausgestattet und fasst 227 Liter. Individuelle Temperaturzonen erleichtern einem das optimale Lagern von Lebensmitteln.
  • “CrispZone“
    Die “CrispZone“ ist ein großes, feuchtigkeitsreguliertes Schubfach und deshalb der ideale Aufbewahrungsort für frisches Obst und Gemüse. Sie ist ganz unten zu finden.
  • „FreshZone“
    Im Kühlfach gibt es aber noch ein zweites Schubfach. Direkt darüber befindet sich die „FreshZone“. In ihr bleiben Lebensmittel bis zu zweimal länger frisch, weil die Temperatur um 2°C bis 3°C niedriger ist als im restlichen Kühlschrankbereich. Ideale Bedingungen für Fleisch und Fisch, aber auch Obst und Gemüse. Die Lebensmittel bleiben nicht nur länger frisch, sondern behalten auch ihre Inhaltsstoffe wie Vitamine und Spurenelemente über einen längeren Zeitraum. Außerdem bleiben sie aromatisch und schmecken auch nach ein paar Tagen noch.
  • Drei „PullOut“-Ablagen aus Glas
    befinden sich über den beiden Schubfächern. Das Besondere ist, dass man sie ganz leicht herausziehen kann. Und zwar ohne dass sie aus dem Retro-Kühlschrank fallen. Das erleichtert das Einräumen und Ordnung halten ebenso wie die Reinigung enorm.
  • Flaschen ahoi
    Ein verchromtes Flaschengitter für vier Flaschen wirkt edel und rundet das Innenleben des Kühlschranks ab. Der leichte Neigungswinkel ermöglicht es einem, auch bereits geöffnete Flaschen ohne Bedenken zu lagern.
  • LED Innenbeleuchtung
    Schön hell wird es im Kühlteil, wenn man die Tür öffnet. Die Beleuchtung wurde in Form einer LED-Lichtleiste realisiert, die ganz oben installiert ist. Das ist nicht nur zeitgemäß weil energieeffizient, sondern auch langlebiger und heller als konventionelle Leuchtmittel.
  • Innentür
    Der Innentür hat man drei Ablagen spendiert. Ganz unten im Getränkefach finden auch sehr große Flaschen Platz. Die beiden darüberliegenden „EasyStep“-Ablagen sind flexibel in ihrer Höhe zu verstellen. Das ganze funktioniert mit „SimpleSlide“. Man muss die Fächer nicht erst entfernen um sie in der gewünschten Höhe wieder anzubringen sondern verstellt sie mit einem Handgriff und schiebt sie einfach nach oben oder unten. Sehr praktisch. Außerdem wird eine 3in1 „MultiBox“ mitgeliefert. Diese kann man wahlweise als Eierbehälter, luftdichte Aufbewahrungsbox oder Eiswürfelbehälter nutzen. Ob man ungedingt braucht, sei dahingestellt. Jedenfalls passt diese Box wunderbar in die Ablagefächer.
  • Funktionen und Steuerung
    Wind macht das “DynamicCooling“-System. Ein Innenventilator verteilt dabei gleichmäßig die kalte Luft im Kühlschrank und hält die Lebensmittel länger frisch. Aber damit nicht genug – die Luft ist ionisiert. Genauer gesagt, sie ist mit Negativ-Ionen angereichert. Dies soll laut Hersteller ein natürliches Mikroklima imitieren, welches sich wiederum positiv auf die Haltbarkeit auswirken soll. Bakterien, allergieauslösende Stoffe und unangenehme Gerüche ade?
  • Dieses “IonAir“-System klingt zumindest in der Theorie beeindruckend. Inwieweit die ionisierte Luft dann tatsächlich hält was sie verspricht, ist aber in der Praxis kaum zu überprüfen. Ein netter Nebeneffekt der Kühlung ist jedenfalls, dass sie Kondenswasser vom Kühlschrankinneren und den Ablagen fernhält.
  • Die Steuerung erfolgt elektronisch über ein Panel, welches mit dem Öffnen der Tür ganz oben zum Vorschein kommt.
  • AdaptTech
    Beim sensorgesteuerten AdaptTech-System steht Ihr Nutzungsverhalten im Fokus. Gewohnheiten werden analysiert, überwacht und über eine Memory Funktion gespeichert. Aber keine Angst, diese Informationen können den Retro-Kühlschrank nicht verlassen. Es geht vielmehr darum, die Temperaturverteilung und auch die Kompressor-Leistung auf die individuellen Bedürfnisse anzupassen und somit Strom zu sparen und die Haltbarkeit der Lebensmittel zu verlängern. Das System ist beispielsweise dazu in der Lage zu erkennen, dass Sie Um 18 Uhr Feierabend haben und gegen 18.30 Uhr den Kühlschrank öffnen werden. Die Temperatur wird nun kurz vorher um bis zu 2°C reduziert. So wird der Temperaturanstieg der durch das Öffnen des Gerätes entsteht, kompensiert. Die Temperatur bleibt konstant, die Lebensmittel nährstoffreich und frisch.
  • Das große Vier-Sterne-Gefrierfach bringt es auf einen Nutzinhalt von 95 Liter. Drei herausziehbare Schubfächer bieten reichlich Platz für Gefriergut. Die SpaceBox in der Mitte wird ihrem Namen absolut gerecht, denn sie bietet mit 30 Litern tatsächlich jede Menge Raum.
  • Damit sie keinen Eispickel brauchen, hilft das “FrostLess“-System, die Eisbildung im Gefrierfach deutlich zu reduzieren. Wenn das Abtauen dann doch einmal erforderlich wird, muss es allerdings manuell durchgeführt werden.
  • SuperFrost und FastFreeze ermöglichen es, Lebensmittel die in das Gefrierfach gegeben werden einzufrieren.
  • Das Gefriervermögen beträgt in 24 Stunden 4,5 Kilogramm. Das ist viel. Die Lagerzeit bei Störung mit 30 Stunden hoch.
  • Die Vorderfüße sind höhenverstellbar. Für Kühlschränke ist dies eigentlich Standard.

Lautstärke

Auf 40 dB bringt es der Vintage-Kühlschrank. Sein deutlich teurerer Konkurrent, der KCE40 von Bosch, bringt es auf nur 38 dB und ist nach unserer subjektiven Wahrnehmung auch der leisere Zeitgenosse. Dennoch dürften die meisten Personen mit dem Gorenje glücklich werden. Auch wenn er gelegentlich zu hören ist – wenn man denn darauf achtet.

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